„Verzeihen Sie mir — ich habe diese Begegnung nicht gesucht ...“

Er nahm ihre Hand und drückte sie und ließ sie rasch wieder.

„Ich weiß es.“

„Und ich habe Ihren Blick verstanden? Nun, da es sich so getroffen hat — nun darf ich in Ihrer Nähe bleiben?“

„Ja.“

„Wenige Tage — geschenkte Tage — die Gegenwart der gütigen, vornehmen Menschen, die Ihre Freunde sind, gibt uns diese Freiheit.“

„Ja.“

Sie wußten es beide: tausend Rücksichten waren ihnen auferlegt, sie durften nicht in stolzer Leidenschaft, die Welt verachtend, aufeinander zustreben.

Nicht Feigheit band sie — Achtung vor einem, der fern war und noch an sein Glück glaubte.

Sie dachten beide an ihn. Das zwang sich ihnen auf, ungesucht, fast gegen ihren Wunsch. Kein Gedanke hatte ihn gestreift, als sie gespannt, in jener unerträglichen Steigerung der Sehnsucht zueinander, die die Gegenwart ahnungsloser und hemmender Menschen großstachelt, bei Tisch zusammengesessen. Da war ihr Blut schwer gewesen vor Angst, daß sie auseinandergehen müßten, ohne sich zeugenlos sprechen zu können.