Und wie verhärmt und elend das schöne Gesicht.

„Ich komme Ihretwegen,“ sprach er ernst, „nicht um Renate zu sehen. Ich weiß nicht, ob sie noch meine Braut ist.“

„Wie ... das?“

„Wir wollen nicht von mir sprechen,“ sagte er. „Sie mußten nur hören: Ich bin einzig und allein Ihretwegen gekommen, um Ihnen in Ihrer Verlassenheit beizustehen, wie es meine Pflicht gegen Malte ist.“

„Ich bin nicht verlassen,“ flüsterte sie.

Sein fester Blick fragte sie: und wer ist es, der dir beisteht? ... Sie wich diesem Blick aus.

Er nahm es für Schuldbewußtsein. Sein Zorn, sein Schmerz wallten wieder auf.

„Warum haben Sie das Herz meiner Renate vergiftet ... warum ihr den Glauben genommen ... ihr bißchen junges Glück verdorben ... und meines mit ... meines mit?“

„Hab’ ich das?“ fragte sie langsam — als müsse sie sich erst auf ganz ferne Dinge besinnen. Unruhe kam in ihr Gesicht. Ihre matte Stimme wurde heiser, indem sie kräftiger sprechen wollte. „Das hab’ ich nicht gewollt — nein — das nicht — o — arme Renate — sagen Sie ihr ...“

Aber er erfuhr nicht, was er ihr sagen sollte.