Und nun?
Da lag ein schmaler, kleiner Totenkopf, mit einem unverhältnismäßig großen Schädel über einem ganz winzigen Gesicht. Uralte, greisenhafte Züge hatte dieses unnatürliche Gesicht ...
Er hatte schon Männer gesehen, die in allen Schrecknissen des Berufs umgekommen waren, durch Fall, Brand, Wasser, Explosion ...
Aber dies hatte er noch nicht gesehen: ein Kind, das in vier Monaten den Weg vom Licht zum Dunkel zurückgelegt hatte und in der furchtbaren Eile seines schnellen Lebens schon die Züge des Greisentums gewann ...
Er wußte auf der Stelle: es ist ein sterbendes Kind!
Er stand ganz still. Aufrecht. Schluckte herunter, was ihm in der Kehle hochquoll. Und ohne es zu ahnen, seufzte er schwer auf — in all diesem Bemühen, gefaßt zu schweigen.
Er wußte auch nicht, daß er ganz erschüttert und bleich aussah ...
Er wagte es endlich, die junge Mutter dieses ururalten Menschen anzusehen ...
Sie hatte voll Gier — brennend in Hoffnung — atemlos vor Verlangen nach einem ermutigenden Wort, mit ihren Augen an ihm gehangen ...
Nun begegneten sich ihre Blicke.