„Dank ...“ sprach sie leise ...

Sie sah ihn an ...

Lange und tief ... Er verstand nicht, was dieser Blick voll Ernst und Gram ihm sagen sollte ...

Ihm war, als täte sich eine Welt von Elend vor ihm auf ...

„Dank,“ flüsterte sie noch einmal und legte sich, die Augen schließend, wieder zurück. —

Nachher, als er endlich zu Bett gehen konnte und eine ganz merkwürdige, vollkommene Stille und Nacht ihn gleichsam umwuchs, so daß er sich ganz wie verborgen darin vorkam — nachher sah sein Gedächtnis noch immer in diesen unbegreiflichen Blick hinein ... Und er suchte danach: was wollte er mir sagen? — — Er fand keine Deutung. — So quälte ihn dieser Blick, daß er sich zuletzt einbildete, ein Vorwurf habe darin gestanden.

Wofür? Sie hatte es seltsam gefaßt hingenommen, daß das Kind schon fortgebracht sei, berichtete ihm Martha, die es ihr gesagt, als sie aus ihrem Dämmerzustand zum vollen Bewußtsein gekommen war.

Also nein, ein Vorwurf nicht. Sie flüsterte ihm doch auch zweimal „danke“ zu ...

Eine Frage? Vielleicht die Frage: Du willst mich richten?

O Gott, nein — er wollte nicht richten. Man schlägt nicht noch auf Seelen ein, die schon zerbrochen am Boden liegen.