Einem so heftigen, ungerechten Menschen wollte dieser milde, liebe, erfahrene Vater ganz gewiß sein Kind nicht geben.
Wenn es nur erst Tag werden wollte, damit er zu ihr eilen könne ...
Aber als es Tag war, kamen andere Pflichten.
Gerade saß er bei seinem Morgentee und hatte gewissermaßen eine stille Beratung mit seiner Uhr. Mit ihrer Kette und all ihren kleinen Geräteanhängseln lag sie auf dem Tisch neben der Tasse und gab ihm die Auskunft, daß es erst sieben sei.
Er konnte auch nicht von hier fortgehen, ehe er nach Jutta gesehen hatte. Das verstand sich von selbst.
Da klopfte es, und Martha kam herein. Sie war aufgeregt.
„Herr Kapitän — Herr Kapitän ...“ Sie weinte.
„Liebes Kind,“ sagte er in einem Gemisch von Wohlwollen und Ungeduld, „weinen Sie weniger, fassen Sie sich mehr. Dann machen Sie sich noch verdienter.“
„Aber ich ängstige mich doch so.“
Ja, um ihre Herrin ängstigte sie sich. Die benahm sich wunderlich ...