Und ihr Gebaren hatte Martha auf den schrecklichsten Gedanken, die tollste Furcht gebracht.
Seit es Tag war, kramte sie zwischen allen Sachen herum — ordnete dies und das — Und sagte nicht, was es für einen Sinn habe ... Und antwortete nicht auf Fragen.
Nur einmal hatte sie gesagt: „Du mußt nun allein in die Heimat zurückreisen, Martha — ich — ich gehe anderswohin — weit fort ...“
„Weit fort ... dahin, von wo man niemals wiederkehrt,“ dachte Martha.
Er spürte es wohl —
Aber er faßte es anders auf.
Weit fort ...
Hin zu dem anderen Mann, der sie liebte? Und mit ihm in die Welt hinaus oder lebensscheu in die Verborgenheit hinein?
Konnte das möglich sein? So unmittelbar von dem Grabe ihres Kindes fort?
Der Gedanke war ihm so hart, daß er fast wünschte, die Auffassung dieser treuen, ergebenen Dienerin möchte die richtige sein.