Gervasius’ mußten es auch bemerkt haben. Auch sie zogen sich rasch zurück. Emmich fand sich mit ihnen im Hauptweg zusammen. Sie gingen der Pforte mit den strengen Pfeilern zu, und zur Rechten, über die Rosensträuche des Friedhofs hinweg, sahen sie in das gewaltige Schönheitsbild hinaus.
Emmich wurde sich erst jetzt so recht eigentlich der Nähe der Geliebten bewußt. Er nahm leise ihre Hand.
„Verzeih’ mir,“ sagte er, „ich war so ganz bei einem, der weit von hier ist ...“
„Das habe ich gefühlt,“ sprach sie herzlich.
„Willst du denn noch etwas von mir wissen?“ fragte er halblaut.
„Ach, Emmich ...“
Sie drückten sich sehr fest die Hand. So blieben sie stehen und sahen sich nach den Eltern um, die es verstanden hatten, unauffällig zurückzubleiben.
Nun kamen sie heran, und Emmich litt kurz an jener Verlegenheit, die reife Menschen befällt, wenn sie den Zeugen ihrer Kämpfe in die Augen sehen sollen.
Aber die Eltern verstanden sich auf die Zartheit der Blinden. Emmich küßte seiner Schwiegermutter die Hand.
Es schien, als sei gar nichts gewesen.