„Malte schreibt, daß ihr es gut machen könnt. Und das mein’ ich auch. Wie Malte schon ist: er gibt draußen ja nichts aus jetzt — spart — hat die Bordzulage. Ihr könnt es gut machen.“
Sie kannten doch untereinander ihre Finanzverhältnisse so genau. Hochhagen hatte schon gewissenhaft und vergnügt seinerseits nachgerechnet: jawohl, Falckenrotts können es sich leisten.
„Und das Kind?“ fragte Jutta.
Hochhagen antwortete nicht sofort. Er war etwas perplex. An das Kind hatte Malte offenbar nicht gedacht. Wenigstens hatte er es in dem Brief an den Freund nicht erwähnt.
Aber nun fiel ihm ein: Maltes Mutter war ja da. Und soviel er wußte, stand Jutta sich mit Maltes Mutter sehr herzlich.
„Das Kind?“ sprach er erwägend, „das scheint mir ganz einfach. Das nimmt derweil Maltes Mutter.“
Die junge Frau fuhr herum. Blaß stand sie, zitternd.
„Ich lasse mein Kind nicht von mir. Keinen Augenblick. Es ist mein Kind! Meines. Meins ganz allein,“ sagte sie.
„Nun — es gehört doch auch Malte,“ warf er beruhigend ein.
„Nein. Mir gehört es — mir,“ rief sie, „mir ... Wo war er, als ich fühlte, wie es wurde und wuchs? Wo war er, als ich vor Not und Schmerz zu sterben fürchtete? Wo war er, als es seinen ersten Schrei tat?“