„Nein,“ dachte sie, „ich verlasse nicht mein Kind ...“

Aber neben diesem trotzigen, klaren Vorsatz war noch ein anderes Gefühl in ihr: bang und dunkel ...

Gab es nicht einen, der vielleicht unaussprechlich leiden würde, wenn sie sagte: „Ich gehe zu meinem Mann!“

Und sie selbst — ging sie mit Jubel?

War das die Erfüllung all der schweren Sehnsucht in ihr?

Ihre Gedanken flüchteten sich fort von diesem dunkeln und gefährlichen Gebiet ...

„Nein, ich gehe nicht von meinem Kind!“ murmelte sie.

Es klopfte.

Unwillig sah sie nach der Tür. Diesmal kam Martha ganz bescheiden herein — im Bewußtsein, eine Freveltat zu begehen. Die der Störung.

Und sie sagte kleinlaut: „Oh — gnädige Frau möchten man mal eben ’n büschen ans Telephon kommen.“