Aber immerhin: Eine sehr interessante, erfreuliche und belebende Begegnung ...

Und als er ihr näher kam, sah er: Einen ganz verklärten Ausdruck hatte sie ... Na, ja ...

Der große Hut teilte ihr Gesicht in eine obere beschattete und eine untere helle Hälfte. Und in dem Schattenstrich glänzten die Augen zugleich träumerisch und glücklich.

Als er vor ihr die Honneurs machte, sah sie ihn erwachend und sehr fröhlich an.

„Gnädiges Fräulein, an diesem verzweiflungsvollen Tag ein Sonnenstrahl! Wie geht es Ihnen? Wie ist Ihnen der Ball bekommen?“

Renate lachte.

„Ein Sonnenstrahl?“

„Lachen Sie mich nur aus — gut — ja. Aber die viel zu viele Sonne, die heute vom Himmel kommt, ist mehr Strafe als Erquickung. Es sind keine Sonnenstrahlen mehr, es ist Hochofenhitze. Und insofern hatte ich doch recht. Und Ihnen ist der Ball vorzüglich bekommen? Gnädiges Fräulein sehen sehr vergnügt aus.“

„Wie sollte ich nicht! Wenn man das große Los gewonnen hat!“ sagte sie und führte den Rosenstrauß, den sie trug, an ihr Gesicht, um mit Nase und Mund den Duft einzuatmen. Dabei guckten ihre Augen schelmisch, über die Blumen weg, Reiswitz an.

„Ach? Ich spiele nämlich mit Lebus zusammen auch ein Achtel — war denn Ziehung?“