„Muß wohl gewesen sein ...“

Sie lachten beide.

„Also meine allerbesten, allerinnigsten Glückwünsche dazu,“ sagte er.

Sie schüttelten sich die Hände.

„Es ist also wahr,“ dachte er sehr, sehr zufrieden. „Ja, dies Mädchen mußte in die Marine fallen. Die hätte man keinem anderen als einem Kameraden gönnen dürfen. Und Hochhagen ist ja einfach ’n famoser Kerl.“

„Gestatten, gnädiges Fräulein, daß ich Sie bis zu Ihrem Ziel begleite?“

„Gern,“ sagte sie, „ich will zu Frau von Falckenrott — es sind nur noch die paar Schritte den Niemannsweg hinauf.“

„Aha — zur Frau ‚seines‘ besten Freundes,“ dachte er, und da er zufällig genau wußte, daß Fräulein Gervasius bisher nicht bei Frau von Falckenrott verkehrt hatte, war ihm dies der bündigste Beweis.

Seelenvergnügt schwatzten sie zusammen, plötzlich war eine gewisse Zusammengehörigkeit zwischen ihnen.

Renée hatte ihren Gang mit einer heimlichen Unsicherheit, fast ein wenig aufgeregt, angetreten. Aber in Reiswitz’ Gesellschaft kam sie darüber weg, und sie empfand etwas merkwürdig Beglückendes: das Kameradschaftliche. Als wenn ihr selbst dieser im Grunde doch ganz ferne und gleichgültige Reiswitz näher gekommen sei ...