»Ich kann wohl sagen, es macht Spaß, wenn man da so auf dem Werk sich abhetzt – rasche Entschlüsse fassen muß – das prickelt – – Spannung und Wagnis ist dabei – grad’ wie beim Segeln – man sieht die Böe kommen – es heißt Umlegen – ja, da kommt es auf die Sekunde an – Geistesgegenwart ist alles. In den Fingerspitzen muß man’s haben, wann das Tau locker zu geben ist – und hart an der Gefahr des Kenterns vorbei – dann hat man so recht ein Gefühl von Lebensfülle.«

Plötzlich wußte der Geheimrat, was Thürauf in seinen Äußerungen nicht mit vorgebracht hatte.

Das Sportgefühl, mit dem Wynfried der Arbeit gegenüberstand! ... Sie war ihm keine heilige Sache. War nebensächlich.

»Nun,« sagte er, vorsichtig die Worte suchend, »es ist doch wohl ein Unterschied. Arbeit ist kein Sport.«

»Ich meine doch beinah – wenigstens für uns, die wir’s eigentlich nicht nötig haben.«

»Eines Sports kann man überdrüssig werden. Der großen Aufgabe nicht.«

»Keine Angst, Vater,« sagte er leichthin; »ich hoffe doch, sie bleibt mir immer interessant. Nur – ich will daneben noch was vom Leben haben.«

»Ich bin der letzte, dir das zu mißgönnen,« versicherte der Vater.

Wynfried streichelte Klara das Haar.

Und in einem jähen Gefühl fand der alte Herr: auch nebensächlich ...