Sie dachte an den anderen Mann.

Nun wußte sie es. – Sie hatte ihn immer geliebt. – Von jenem ersten Tage an, da sie im Regen und Sturm zusammen übers Wasser fuhren.

All diese dumpfe Bedrängnis ihres Herzens, all diese geheime Angst – es war die Furcht vor dieser Liebe gewesen.

Einen Augenblick wünschte sie: hätte ich nie begriffen –!

Aber nein – nein – lieber leiden und kämpfen, als auf dies Wissen verzichten.

Sie sah ihn wieder vor sich, im Helldunkel der Sommernacht.

Nur seine Augen hatten gesprochen.

Und wie ihm seine Ehre und die ihre heilig war! – Sie fühlte es in beseligender Erschütterung.

Ihr Herz war erhoben in Dank und Glück.

Wie deutlich erlebte ihr Gedächtnis noch einmal das erste Begegnen.