Fast wollte seine Fassung zerbrechen – ein Übermaß von Empfindungen stürmte durch ihn hin. – Als bäte er mit diesem Handkuß: verzeih mir, daß ich deines Sohnes Frau liebe. – Als schwöre er: zwischen dieser edlen Frau und mir steht nicht der Schatten einer Schuld. – Als flehe er: versteh doch, daß ich gehen muß.
Dann richtete er sich auf – stand voll Haltung.
Er griff nach seiner Mütze und hielt sie in der Hand.
Noch ein paar Herzschläge lang sahen sie einander fest in die Augen! Höher hob Stephan den Kopf, und sein Blick schien zu leuchten, im Bewußtsein, daß er ihn so frei erheben könne.
Dann grüßte er militärisch und ging.
Als müsse dieses leise »Nein« das letzte Wort zwischen ihnen bleiben. – –
Und wenn tausend gesprochen worden wären, sie hätten dem alten Herrn nicht mehr offenbaren können als dies eine.
Nun hatte er keine Zweifel mehr.
Erschöpft legte er sich zurück und schloß die Augen.