Die junge Frau nahm das Kind und hob es hoch empor und legte das flaumige Köpfchen gegen ihre Wange – in leidenschaftlichem Glück die Nähe des kleinen Geschöpfes genießend.
So schritt sie hinauf.
Sie merkte kaum, daß ehrfürchtige und eilige Hände alle Türen vor ihr öffneten.
Sie gelangte hinauf – mit ihr kam ein Lichtstrom in einen völlig dunklen Raum.
In seinem Sessel zwischen den unverhüllten Erkerfenstern saß der alte Herr – im unerleuchteten Zimmer.
Nun sah er die junge Frau, wie sie im Lichtstrom heranschritt, im linken Arm hoch das Kind tragend, mit der Rechten das kleine Haupt gegen ihre Wange drückend – und um sie der Schimmer von Glanz ...
»Madonna ...« dachte er.
»Wir wollen Großvater Gute Nacht sagen.«
Und ihre Stimme klang wie immer.
»Du hättest liegen bleiben sollen.«