»Vater!« schrie sie auf.
Sie legte beide Hände vor ihr Gesicht.
Und die Männer schwiegen.
Sie ahnten, der Greis wie der junge Mann, daß in ihrer Seele eine ungeheure Bitterkeit aufwallte und alles, alles andere überflutete. – Die Bitterkeit der edlen Frau, die sieht: alle Opfer waren umsonst! Die erkennt: meine Würde hat er, dem ich alles gab, nicht geachtet! –
Niemand sieht ohne Erschütterung den Bau seines Lebens in Trümmer zerfallen – auch wenn dieser Bau nicht im Glanze seliger Liebe errichtet ward ...
Aber dieser bittere Strom von schweren Erkenntnissen ebbte langsam zurück.
Und ein großes, schmerzliches Entsetzen erwachte.
Nun verlor sie Vater und Heimat – –
Sie hob ihr Gesicht aus den Händen. Sie sah den alten Mann an – sie sah wohl, welch eine Welt von Liebe ihr aus seinen Blicken entgegenkam.
Aber dennoch, es war sein Sohn, um den es ging – sein einziger Sohn – trotz allem.