„Vielleicht auf ein Schiff, um nach Hause zu fahren.“
„Ist er da nicht zu Hause? O, du weißt's nicht gewiß, Mutter?… Ich glaube doch, aber er möchte mal weg, um zu sehen, was über dem großen Wasser ist. Ja, deshalb wartet er auf das Schiff.“
Hatte der Professor nicht zum Schluß von diesem Bild gesprochen? Gewiß! Wenn sie nicht aufgestanden wäre, hätte er sie darüber ausgefragt. „… denn gnädige Frau müssen es natürlich aufs genaueste kennen.“ Ach, wie konnte sie nur diesem schrecklichen alten Herrn entrinnen!
Frau Elisabeth war während dieser Gedanken einen Waldweg gegangen, der zu einer einsamen kleinen Höhe führte. Peterlein lief singend hintendrein. Er erreichte die Mutter erst, als sie sich auf eine der leerstehenden Ruhebänke niedergelassen hatte. Er lehnte sich an sie, und sie schlang den Arm um ihn und fühlte unter ihrer Hand das vom Springen erregte Herzchen pochen.
„Mein Peterchen,“ flüsterte sie, und drückte die Lippen in sein Haar.
Er schob sich enger an sie heran. Da ließ eine Elster in der Nähe ihr häßliches Krächzen hören, und Peterlein riß sich los.
„Sieh, Mutter, dort sitzt er! O, wie schön schwarz und weiß … Mutter, wie heißt der Vogel?“
„Na, wie heißt er denn!“ Frau Elisabeth sagte es ein wenig ungeduldig. Was brauchte Peter so laut zu schreien! Nun hatte die Frau auf der andern Bank gewiß die Frage gehört und wartete mit dem Jungen zusammen auf eine Antwort … Und sie wußte ja den Namen des dummen Vogels nicht! Was sollte sie nur machen?
Ihr war, über das Gesicht der fremden Dame gleite ein feines Lächeln.
„Peterchen!“ rief Frau Elisabeth, „komm mal flink her!“