Die letzten Worte galten Frau Elisabeth, die bereitwillig zur Seite rückte. Die Fremde setzte sich.
„Wie heißt du denn, kleiner Mann?“ wandte sie sich an Peter, und dann begann sie mit ihm zu plaudern.
„Weißt du, Mutter,“ meinte Peter später, „sie fragte so hübsche Sachen. Nicht: wie alt bist du, und in welche Klasse gehst du, und hast du schon viele Tatzen gekriegt.“
„Ja, was fragte sie denn?“
„O, Mutter, hast du es nicht gehört? Du saßest doch dabei. Sie fragte, ob ich die kleine Eidechse mal gesehen, die unten am Mäuerchen wohnt. Und – Mutter, wir sprachen von den Wolken, und sie findet sie gar nicht langweilig wie du. Sie hat gestern abend den großen Bären auch gesehen. Hast du denn gar nicht zugehört?“
Nein, das hatte Frau Elisabeth nicht getan. Sie hatte eigentlich nur die Fremde beobachtet, das ruhige Gesicht, dessen nahezu grobe Züge durch einen unendlich gütigen, innerlich frohen Ausdruck verschönt wurden.
Ein Gesicht, das keine Maske trug.
Ein Gesicht, das jeden zu grüßen schien.
Wenn man dies Gesicht ansah, wußte man, diese Frau denkt immer in erster Linie: wie kann ich dir helfen?… wie kann ich dir wohl tun?
Und deshalb war sie auch herübergekommen und hatte Peters Frage beantwortet, die ihr so ungeheuerlich erschienen.