»Nein, es geht noch nicht weiter,« versetzte er – »ich habe erst bis hierher geschrieben. Ehe ich fortfahre, sagen Sie mir – würden Sie die Leute verheirathet haben?«

»Ich gewiß nicht,« erwiederte ich ohne mich zu besinnen. »Es heißt: Was Gott zusammenfügt, das soll der Mensch nicht scheiden, und nicht: Der Mensch soll zusammenfügen, was Gott geschieden hat.«

»Also glauben Sie, die Beiden seien von Gott geschieden gewesen?«

»Versteht sich.« Ich antwortete in meinem Eifer mit einem Schweizer Ausdruck. »Durch Gott sowohl, wie früher durch das Gesetz.«

»Nun, ich habe sie trauen lassen,« sagte er trocken.

»Da werden Sie was Schönes angerichtet haben!«

»Calclire, nicht, war moralisch,« sprach er, wieder yankeesirend.

»Moralisch, aber dumm,« versicherte ich ihm.

Er legte sein Manuscript auf den Tisch, stützte Arm und Kopf auf und vertiefte sich in Nachdenken, bis der Thee kam. Dann sagte er plötzlich bestimmt, seine Tasse entgegen- und vom Teller eine Brezel wegnehmend: »Sie täuschen sich; ich bin ganz gewiß, daß die Ehe gut ausfallen wird.«

»Wenn Sie dessen gewiß sind, ist's ja gut,« sprach ich lachend. »Beweisen Sie es nur dem Leser.«