[291] Wir finden in den Werken über Psychopathia sexualis den Spiegel nirgends erwähnt, der nach unserer Ansicht oft sehr viel Unheil anrichtet.
[292] Hier bediente sich Sapho — sagte Mairobert — wie auch später eines viel obscöneren Ausdrucks.
[293] a. a. O. S. 190.
[294] Hier sieht man wieder deutlich, wie der Marquis de Sade nach der Wirklichkeit gearbeitet hat. Dieses Reinigen der orificia corporis durch junge Mädchen kommt in seinen Romanen unzählige Male vor.
[295] Hierzu macht Mairobert folgende interessante Anmerkung: „Il y a grande apparence, que cette statue et le globe sont creux et remplis d’un air plus léger que celui de l’atmosphère du salon, en sorte qu’ils sont dans un parfait équilibre. Voila comme d’habiles physiciens présents à ce récit expliquèrent ce prodige qui tient beaucoup du roman. Ils citent même l’ouvrage d’un père Joseph Galien, dominicain, ancien professeur de philosophie et de théologie dans l’université d’Avignon qui en 1755 a publié ‚L’art de naviger dans les airs‘ établi sur des principes de physique et de géométrie.“ Bei E. Gerland „Geschichte der Physik“. Leipzig 1892. S. 199, finden wir diesen Galien als Vorläufer der Montgolfier nicht erwähnt, sondern nur den Pater Guzman in Lissabon.
[296] Ueber den Chevalier d’Eon siehe weiter unten.
[297] Gemeint ist das berühmte Werk von Nicolaus Venette (1633–1698) „De la genération de l’homme, ou tableau de l’amour conjugal“. Amsterdam 1688 unter dem Pseudonym Salionci; später unter wahrem Namen zahlreiche Neuauflagen.
[298] Hierbei wurde ein Vers des Kardinals Bernis erwähnt. — Der Kardinal Bernis kommt auch bei Sade vor.
[299] Diese Darstellung Mairobert’s ist nicht ganz richtig. Ursprünglich war das Gedicht altfranzösisch, von Jean de Nevizan verfasst. Franciscus Corniger übertrug es dann ins Lateinische. Später entstanden zahlreiche französische Nachübersetzungen z. B. von J. Blanchon. Man findet diese Versionen in dem pikanten Buche von Cl. Fr. X. Mercier „Eloge du sein des femmes“ Nouvelle édition. Brüssel 1879. Kapitel II, S. 35 ff. — Bayle hat im Artikel „Hélène“ seines berühmten Wörterbuchs nur die ersten sechs Verse zitiert, dem Scharfsinn des Lesers das Erraten der übrigen überlassend. Eine deutsche und spanische Version siehe im „Eros“. Stuttgart 1849. Bd. I, S. 231–234. Vergleiche ferner die Aufzählung dieser 30 Schönheiten in dem alten Werke „Geneanthropeia Jo. Benedicti Sinibaldi Archiatri et Professoris Romani.“ Rom 1642 col. 147. Auch die Aloysia Sigaea kennt dieselben.
[300] Kenner — und deren soll es nicht wenige geben — brauchen wir wohl kaum auf die vortrefflichen ästhetischen Werke von E. W. v. Brücke „Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt“ Wien 1891, und C. H. Stratz „Die Schönheit des weiblichen Körpers.“ 7. Auflage. Stuttgart 1900 hinzuweisen.