[301] „Apologie de la secte Anandryne ou Exhortation à une jeune tribade par Mlle de Raucourt, prononcée le 23. mars 1778“. „L’espion anglais.“ X, 208–228. Hier gilt die Rede zwar einer Mlle Aurore. Doch ist anzunehmen, dass die Raucourt immer dieselben Gedanken vorbrachte.
[302] Auch diese Schilderung ist wieder ein Beweis für unsere Ansicht von dem allmählichen Erworbenwerden der Homosexualität. Man gewöhnt sich an den neuen Reiz, der allmählich unentbehrlich wird. Man beachte, dass dieses Bekenntnis aus dem Munde einer echten Anhängerin des amor lesbicus kommt, die nicht etwa temporäre Tribade war.
[303] Poulet-Malassis hat in seiner Ausgabe dieser Abschnitte des „Espion Anglais“ („Anandria, ou Confession de mademoiselle Sapho“ Lesbos [Brüssel] 1866) den Schlüssel zu diesen Namen gegeben. „Furiel“ ist Mme de Fleury, „Urbsrex“ ist die Herzogin von Villeroy; „Terracenès“ ist die Marquise de Senecterre und „Téchul“ ist die Marquise de Luchet.
[304] Dass der Marquis de Sade stets Gelegenheit nimmt, seine Helden, besonders vor den Orgien mit einer grossen Rede über dieselben paradieren zu lassen, haben wir schon öfter hervorgehoben.
[305] „Eros“ Bd. II. S. 413.
[306] Fr. C. Forberg giebt eine kurze lateinische Darstellung dieser Feier und berichtet, dass in London am Ende des vorigen Jahrhunderts eine ähnliche Secte existiert habe. („Antonii Panormitae Hermaphroditus“ Coburg 1824 S. 365–366.)
[307] Françoise Clairien, genannt Saucerotte, genannt Raucourt, geboren zu Dombasle in Lothringen am 29. November 1753, starb in Paris am 15. Januar 1815. Sie erschien zum ersten Male am 23. September 1772 auf der Bühne als „Dido“.
[308] „Le livre moderne“ herausgegeben von Octave Uzanne, Paris 1891 Bd. IV S. 245–247.
[309] „La chronique scandaleuse“ Paris 1789. Bd. III. S. 32 und 280.
[310] Charles Geneviève Louis Auguste André Thimothée d’Eon de Beaumont geb. 1728 zu Tonnerre in Burgund, gestorben 1810 in London.