»Du willst fort … das ist eine andere Sache! Damit bin ich ganz einverstanden. Und weißt du, was ich dir vorschlagen will? Wir wollen zusammen nach dem Kaukasus oder auch nach Kleinrußland und uns an Mehlklößen gütlich tun. Ein herrliches Ding das, Bruder!«

»Gut; wer bleibt aber bei der Schwester?«

»Und warum sollte denn Alexandra Pawlowna nicht mit uns reisen? Bei Gott, das wäre herrlich. Ich übernehme es, für sie Sorge zu tragen! Es soll ihr an nichts fehlen; wenn sie es wünscht, werde ich ihr jeden Abend unter ihrem Fenster mit einer Serenade aufwarten; die Fuhrleute will ich mit Kölnischem Wasser einparfümieren, die Wege mit Blumen schmücken. Na, Bruder, und wir beide, wir werden wie neugeboren sein; wir wollen uns dem Genusse rückhaltlos hingeben und solche Wänste mit nach Hause bringen, daß keine Liebe uns mehr etwas wird anhaben können!«

»Du treibst immer Scherz, Mischa!«

»Ich scherze durchaus nicht. Das war ein brillanter Einfall von dir.«

»Nein! Unsinn!« rief Wolinzow wieder, »schlagen, schlagen will ich mich mit ihm! …«

»Schon wieder, Bruder, bist du denn heute ganz von Sinnen!«

Der Diener trat mit einem Briefe in der Hand herein.

»Von wem?« fragte Leschnew.

»Von Rudin, von Dmitri Nikolajewitsch Rudin. Der Diener aus dem Laßunskischen Hause hat ihn gebracht.«