»Was hätte ich also Darja Michailowna zu hinterbringen,« begann Pandalewski von neuem, ein wenig beleidigt durch das Schicksal, welches sein Blümchen betroffen hatte, »werden Sie sich zum Mittage hinbemühen? Darja Michailowna lassen Ihren Bruder auch einladen.«
»Ja, wir werden kommen, ganz bestimmt. Was macht Natascha?«
»Natalia Alexejewna ist Gott sei Dank gesund … Doch wir sind an dem Wege, welcher zum Gute Darja Michailownas führt, schon vorbei. Erlauben Sie, daß ich Abschied nehme.«
Alexandra Pawlowna blieb stehen. »Sie wollen also nicht bei uns vorsprechen?« fragte sie zögernd.
»Würde es herzlich gern tun, wenn ich nicht befürchtete, zu spät zu kommen. Darja Michailowna haben gewünscht, eine neue Etüde von Thalberg zu hören: da muß denn vorbereitet und einstudiert werden. Dann aber, muß ich gestehen, bezweifle ich, daß meine Unterhaltung Ihnen irgendwelches Vergnügen bereiten könnte.«
»Doch nein … warum aber …«
Pandalewski stieß einen Seufzer aus und senkte beredt den Blick.
»Auf Wiedersehen, Alexandra Pawlowna!« sagte er nach einigem Schweigen, verbeugte sich und trat einen Schritt zurück.
Alexandra Pawlowna wandte sich um und ging nach Hause.
Auch Constantin Diomiditsch schlug den Rückweg ein. Alles Süßliche war sogleich von seinem Gesicht verschwunden: ein selbstvertrauender, ja harter Ausdruck hatte es ersetzt. Sein Gang sogar war ein anderer geworden; er schritt jetzt rascher vorwärts und trat fester auf. Zwei Werst mochte er gegangen sein, nachlässig die Luft mit seinem Stöckchen zerteilend, als plötzlich das schmunzelnde Lächeln wiederkehrte: er war hart am Wege ein junges, ziemlich hübsches Bauernmädchen gewahr geworden, das Kälber aus einem Haferfelde hinaustrieb. Constantin Diomiditsch näherte sich, vorsichtig wie ein Kater, dem Mädchen und redete es an. Anfangs antwortete es nichts, wechselte die Farbe und lachte vor sich hin, dann bedeckte es den Mund mit dem Ärmel, wandte sich ab und sagte: