»Ach,« stöhnte die Kranke wieder: »Meine schöne, gnädige Frau, meine Kleine, die Waise, verlaß sie nicht; unsere Herrschaft ist weit von hier, du aber …«

Die Alte schwieg, sie konnte kaum sprechen.

»Sei ruhig,« sagte Alexandra Pawlowna, »es soll alles geschehen. Ich habe dir da Tee und Zucker gebracht. Wenn du Lust haben wirst, trinke … Ihr habt ja doch wohl einen Samowar?« setzte sie, mit einem Blick auf den Alten, hinzu.

»Einen Samowar? Nein, einen Samowar haben wir nicht, man kann sich das aber verschaffen.«

»Nun, dann verschaffe ihn dir, geht’s nicht, so schicke ich dir einen. Und sage auch deiner Enkelin, sie solle nicht aus dem Hause laufen. Sage ihr, es sei das gar nicht recht von ihr.«

Der Alte antwortete nichts, nahm indessen den eingewickelten Tee und Zucker mit beiden Händen entgegen.

»Nun, lebe wohl, Matrona!« sagte Alexandra Pawlowna, »ich komme wieder zu dir, verliere den Mut nicht und nimm die Arznei pünktlich ein …«

Die Alte hob den Kopf ein wenig und streckte sich gegen Alexandra Pawlowna vor.

»Gib, Gnädige, das Händchen,« lallte sie.

Alexandra Pawlowna gab ihr nicht die Hand, sie beugte sich über sie und küßte sie auf die Stirne.