»Gib also acht,« sagte sie im Fortgehen zum Alten, »die Arznei muß ihr durchaus eingegeben werden, wie vorgeschrieben ist … Und auch Tee gebt ihr zu trinken.«

Der Alte erwiderte abermals nichts und verbeugte sich nur.

Alexandra Pawlowna atmete freier, als sie wieder in die frische Luft gekommen war. Sie schlug ihren Sonnenschirm auf und wollte bereits nach Hause gehen, als plötzlich um die Ecke der Hütte herum auf einer niedrigen Reitdroschke ein Mann in den Dreißigen angefahren kam; er hatte einen alten Paletot aus grauem Leinzeuge an und trug eine Mütze aus gleichem Stoffe. Als er Alexandra Pawlownas ansichtig wurde, hielt er sogleich an und wandte sich zu ihr. Sein Gesicht war breit und bleich, mit kleinen blaßgrauen Augen und hellblondem Schnurrbart; das Ganze paßte zur Farbe seines Anzuges.

»Guten Tag,« brachte er mit einem trägen Lächeln hervor, »was machen Sie denn hier, wenn ich fragen darf?«

»Ich habe eine Kranke besucht … Von wo kommen Sie aber, Michael Michailitsch?«

Der Mann, der Michael Michailitsch hieß, schaute ihr in die Augen und lächelte wieder.

»Sie haben gut daran getan,« fuhr er fort, »eine Kranke zu besuchen; wäre es aber nicht besser, Sie ließen sie ins Krankenhaus bringen?«

»Sie ist zu schwach: man darf sie nicht rühren.«

»Wie ist’s denn mit Ihrem Krankenhause, sind Sie nicht Willens, es eingehen zu lassen?«

»Eingehen lassen? Weshalb?«