»So wiederholen Sie denn, wenigstens noch einmal …«
»Sie sagen, Sie sind glücklich?« fragte Natalia.
»Ich? Es gibt keinen glücklicheren Menschen als mich auf der Welt! Zweifeln Sie etwa?«
Natalia erhob den Kopf. Wie schön war ihr bleiches, edles, junges, aufgeregtes Gesicht – in dem geheimnisvollen Dunkel der Laube, beim schwachen Lichte des nächtlichen Himmels.
»So wissen Sie denn,« sagte sie, »ich bin die Ihre.«
»O Gott!« rief Rudin aus.
Natalia aber machte sich los und ging fort. Rudin blieb einige Zeit stehen, und verließ dann langsam die Laube. Der Mond erleuchtete hell sein Gesicht; ein Lächeln schwebte auf seinen Lippen.
»Ich bin glücklich,« sagte er halblaut. »Ja, ich bin glücklich,« wiederholte er, als suchte er sich selbst dazu zu überreden.
Er warf sich in die Brust, strich sein Lockenhaar zurecht und vertiefte sich in den Garten, lustig die Arme schwenkend.
Unterdessen aber wurden in der Fliederlaube die Zweige behutsam voneinandergebogen und es zeigte sich Pandalewski. Vorsichtig blickte er sich um, schüttelte den Kopf, preßte die Lippen zusammen, sagte mit bezeichnendem Tone: »So stehen die Sachen! Davon muß man Darja Michailowna in Kenntnis setzen,« und verschwand.