»Ja; und denke nur, er fuhr auf einer Reitdroschke, in einem linnenen Sackkittel, ganz von Staub bedeckt … Ein wahrer Sonderling!«

»Mag sein! er ist aber ein prächtiger Mensch.«

»Was? Herr Leschnew?« fragte Pandalewski verwundert.

»Nun, Michael Michailitsch Leschnew,« erwiderte Wolinzow. »Indessen, lebe wohl, Schwester: ich muß jetzt aufs Feld; es wird bei dir Buchweizen gesät. Herr Pandalewski wird dich nach Hause begleiten.«

Und Wolinzow trabte davon.

»Mit dem größten Vergnügen!« rief Constantin Diomiditsch und bot Alexandra Pawlowna seinen Arm.

Sie reichte ihm den ihrigen, und beide schlugen den Weg zum herrschaftlichen Hause ein.


Arm in Arm mit Alexandra Pawlowna zu wandeln, erfüllte, wie es schien, Constantin Diomiditsch mit Glück und Stolz; er machte nur kurze Schritte, lächelte mit Behagen, und seine morgenländischen Augen wurden feucht, was übrigens bei ihm nicht selten vorkam: es kostete ihm wenig, gerührt zu werden und eine Träne fallen zu lassen. Und wem wäre es wohl nicht angenehm, ein hübsches, junges und schmuckes Weib am Arme zu führen? Von Alexandra Pawlowna sagte das ganze Gouvernement, sie sei reizend, und das Gouvernement täuschte sich nicht. Schon ihr gerades, unmerklich aufgeworfenes Näschen konnte jeden Sterblichen um den Verstand bringen, wieviel mehr die sammetweichen, braunen Augen, das goldblondene Haar und die Grübchen auf den vollen Wangen, ihrer vielen anderen Vorzüge gar nicht zu gedenken. Das Beste an ihr war jedoch der Ausdruck ihres lieblichen Gesichts: durch Zutraulichkeit, Treuherzigkeit und Sanftmut rührte und zog es an. Alexandra Pawlowna hatte den Blick und das Lachen eines Kindes; die Damen ihres Standes fanden sie etwas einfach … Ließ sich wohl mehr wünschen?

»Darja Michailowna hätte Sie zu mir geschickt, sagten Sie?« fragte sie Pandalewski.