Hier bleibe, sagte der Matrose und bete zu Gott, daß er uns erhalten möge!

Mit diesen Worten entfernte er sich schnell wieder.

Unter den Reisenden, die hier versammelt waren, entstand hierauf ein lautes Seufzen, Wehklagen und Stöhnen; die meisten fielen auf die Kniee und riefen den Himmel um Beistand an, und Furcht und Schrecken hatten sich auf Aller Gesichts-Zügen tief eingeprägt.

Der Kanonen-Donner erscholl immer heftiger und das Geschrei der Matrosen und jener Männer, die freiwillig auf dem Schiffe sich zur Vertheidigung stellten, drang schauerlich herab in den untern Schiffsraum.

Auf einmal prallte das Schiff heftig an, ein lautes Krachen erfolgte und sogleich drang auch auf vielen Seiten schon das Wasser herein.

Nun strömte Alles dem Verdecke zu, wo ein wilder Kampf tobte.

Die Seeräuber waren überlegen, das Schiff, auf welchem sich Karl befand, fing an zu sinken, viele der verwundeten und mit ihnen Karl wurden von den Seeräubern ergriffen und auf ihr Fahrzeug gebracht. Was die Seeräuber auf dem überwältigten Schiffe an Gütern noch erbeuten konnten, das eigneten sie sich zu und schleppten es in ihr Schiff.

Endlich sah Karl vom feindlichen Fahrzeuge aus das Schiff, auf welchem er sich noch vor kurzer Zeit so wohl befand, untersinken.

Die Seeräuber erhoben ein lautes und wildes Geschrei und segelten mit ihren Gefangenen und den erbeuteten Gütern davon.

Schmerzlich vermißte Karl unter den Mitgefangenen den Matrosen, der sich seiner auf der ganzen Reise so väterlich angenommen hatte, er mochte vielleicht im Kampfe geblieben oder mit dem Schiffe untergegangen seyn. Auch des Kapitains wurde er nicht gewahr, der vielleicht gleiches Loos mit dem Matrosen hatte.