Karl schauderte bei dem Gedanken, sich in den Händen von Seeräubern zu befinden, zusammen.

Ach, wie bereute er jetzt den so unbesonnenen Schritt, den er gethan hatte. Wehe! rief er aus, wäre ich doch nie an den Hafen gegangen und hätte der guten Margaretha gefolgt, und wäre zu meinem Vater zurück gekehrt!

Ach, wehe mir, was wird nun aus mir werden! Ich sehe vielleicht nie mehr meinen Vater und meine Schwester!

Und Karl setzte sich in einen Winkel des Schiffes und weinte.

Die Seeräuber kümmerten sich wenig um den weinenden Knaben.

Sie landeten nach einigen Tagen und suchten ihre Güter in Sicherheit zu bringen, während sie auch ihr Fahrzeug, das Schaden genommen hatte ausbessern ließen.

Die Gefangenen aber und mit ihnen Karl wurden als Sklaven in Tripolis verkauft.

Neuntes Kapitel.
Karls Beschäftigung als Sklave.

Karl gerieth auf dem Sklaven-Markte in die Hände eines reichen und vornehmen Türken, dem das gesunde Aussehen des Knaben sehr wohl gefiel.

Allah! sagte der Türke, welche Zierde wird dieser junge Sklave in meinen Gärten werden, es muß sich schön ausnehmen, wenn er so zwischen den Blumen und Gewächsen einher geht. Und so kaufte er den Knaben, ohne um den Preis zu feilschen.