Und als ich dann zu Monfalcone wieder am Strande stand, das Meer sonnig war und glatt, fern und nahe die kleinen und großen Schiffe segelten, da dachte ich an das »male di mare« wie an ein Erlebtes und wünschte glückliche Reise und ruhiges Wetter allen, die hinfahren über das schöne, falsche Meer.


Der Karst und die Grotte von Adelsberg.

Es ist etwas Eigenes um jene vielgerühmten Stellen, die zu Zielpunkten eines allsommerlichen Touristenstromes geworden sind. Seit sie jedes Reisehandbuch bespricht, seit sie nur noch durch die Spießrutengasse der Spekulation zu erreichen sind und sich das reisende Volk aller Winde an ihnen sammelt, wirken sie auf den selbständigen Touristen nur noch mit halber Anziehungskraft. Es mutet ihn an, als ob sie durch den ihnen überreich dargebrachten Tribut gelitten hätten, und das Reizendste an ihnen, die Frische und Unmittelbarkeit des ersten Eindrucks dahin sei.

Allein wochenlang am Karst und in seiner nächsten Nähe zu flanieren, mit der größten Gefahr für die lieben Knochen sein Karrengefelse zu durchwandern, um einige Fledermaus- und Taubenhöhlen, einige seiner in verlorenen Schluchten rauschenden Quellen und kleinen Seen zu sehen, ohne einmal das berühmteste unter den vielen Wundern dieses eigenartigen Gebirges, die Adelsberger-Grotte, zu schauen, wäre denn doch gegen mein Gewissen gegangen.