Der Führer von Colombo (Guide to C., by E. J. A. Skeen, C, 1892) ist fast unlesbar, da Geschäftsanpreisung offenbar seinen Hauptzweck darstellt, enthält aber doch manch’ schätzenswerthe Einzelheiten. Derselbe Verfasser will einen Führer durch ganz Ceylon herausgeben.
Einen Führer nach Kandy und Nuwara Eliya schrieb S. M. Burrows, der Verfasser eines kleinen Büchleins, das ich im Gasthaus von Nuwara Eliya gelesen: The burried cities of Ceylon. (Colombo und London, Trübner 1881).
Der „Murray“ für Indien und Caine’s Picturesque India (London 1891) widmen der schönen Insel nur wenige Seiten.
Die alte Geschichte von Ceylon wird auch in dem klassischen Werk unseres Prof. Lassen (Indische Alterthumskunde, Leipzig 1867, 1874, 1858, 1861, IV Bände) abgehandelt. Es giebt auch mehrere englische Sonderschriften über Ceylon’s Geschichte, die ich aber nicht gelesen, da Emmerson Tennent’s Werk das Wesentliche enthält.
Hauptquellen für die Alterthümer sind das letztgenannte Werk, und das oben erwähnte Buch von Burrows, ferner J. Fergusson’s Indian and Eastern Architecture (London 1891, J. Murray) sowie, bezüglich der neuesten Ausgrabungen, John Ferguson’s Ceylon in 1893.
Schon über die Namen der Insel haben die berühmtesten Gelehrten, wie Lassen und Bournouf, ausführliche Abhandlungen veröffentlicht. Im Sanskrit heisst sie Lanka (d. i. glückliche Insel), in den Schriften der Eingebornen Sihala oder Sinhala, d. i. Loewen-Sitz, bei den makedonischen Griechen Taprobane (Tambapanni d. i. Kupferland, wegen des kupferrothen Sandes an der Küste, in welchen König Wiyago sich setzte und seine Hände färbte;) bei den späteren Griechen Palai-Simundu (Pali-Simanta im Sanskrit = Haupt des Gesetzes); bei Ptolemäus im 2. Jahrhundert n. Chr. Salike d. i. Sihala: bei den Arabern, so auch in Sindbad’s Märchen aus „Tausend und eine Nacht“, Selendib oder Serendib d. i. Sinhala oder Silan-dwipa = Silan-Insel. Aus Silan haben dann die Portugiesen Zeilan, die Holländer Ceylan, die Engländer Ceylon gemacht.
Das glänzende Lanka preisen die Brahmanen; die Buddhisten den Perlohrring am Antlitz von Indien; die Chinesen rühmen das Land der Edelsteine, die späteren Griechen das des Hyacinth und Rubins, die Mohammedaner das Nach-Paradies von Adam und Eva. So zeugen auch die dichterischen Bezeichnungen von der hohen Achtung, deren die Insel zu alter und neuer Zeit, in Ost und in West, sich zu erfreuen hatte.
Wenn Sancho Pansa, der so inbrünstig eine Insel zu besitzen strebte, Ceylon gekannt hätte; so würde er wahrscheinlich diese Insel vor allen andern begehrt haben. Von den drei Inseln, die uns Mitteleuropäern als Urbilder der Schönheit vorschweben, Korfu, Sicilien, Ceylon; gebe ich, nach eigner Anschauung der letzten die Palme. Ich brauche sie ihr nicht zu geben. Sie besitzt die Palme, im dichten Uferwald längs der brandenden Küste, als Wappen der neugeprägten Silbermünzen.