Dann folgt Church-Gate-Halteplatz der Bombay-Baroda und Central India-Eisenbahn; weiterhin sehr stattliche Baracken für Soldaten und eben solche für Matrosen; die der letzteren führen den Namen Marine Lines, und danach heisst auch der Eisenbahn-Halteplatz.

Gleich darauf folgt der grosse Parsi-Turnplatz (Gymkhana). Hier hatte einige Tage zuvor Lord Hawkin mit seinem Cricket-Club aus England, der auf dem Schiff Shannon schon durch seine Unverschämtheit das Missvergnügen der Vernünftigen erregt, statt des geträumten Sieges eine gründliche Niederlage von Seiten der Parsi-Jünglinge erfahren, zur grossen Freude der Parsi und zu meiner eignen Genugthuung; schliesslich aber durch seine allerdings anerkennenswerthe Zähigkeit und Ausdauer einen ganz geringen Erfolg davon getragen.[603]

Endlich kommt man in dem Stadttheil Girgaum zu den Begräbnissstätten — der Hindu, Mohammedaner, Europäer, die so auf einander folgen.

Natürlich verbrennen die Hindu ihre Todten.

Als ich in die offene Pforte des von einer sehr hohen Mauer umgebenen Platzes eintreten wollte, kam eiligst ein hochgewachsener Sikh-Schutzmann quer über die Strasse geeilt, um mir in fliessendem Hindostani eine längere Rede zu halten. Natürlich verstand ich dieselbe nicht, sagte ihm auf englisch, dass ich ein Reisender sei und alles betrachten wolle. Das verstand er wieder nicht. Schliesslich aber führte er mich hinein zu einer grossen englischen Inschrift des Inhalts, dass die Andersgläubigen gebeten werden, die heiligen Handlungen nicht zu stören. Nun, ich hatte in Benares genug davon gesehen und ging meines Weges.

Die einheimische Stadt erreicht man am besten über Hornby road, die von dem Denkmal des Prinzen nordöstlich zum Victoria-Halteplatz führt; und von da weiter[604] nördlich zum Crawfort Markt, dem Anfang der „schwarzen Stadt“. (2 Kilometer nördlich von meinem Gasthaus).[605]

Das Markt-Gebäude besteht aus einer mittleren Halle und zwei seitlichen Flügeln (150×100 Fuss und 350×100 Fuss), ist mit Eisen gedeckt, mit Fliesen gepflastert und sehr sauber gehalten.

Herr Arthur Crawford, städtischer Beamter von 1865–1871, hat natürlich die 1100000 Rupien, welche der Bau gekostet, nicht aus seiner Tasche gezahlt; aber doch ein grosses Verdienst um die Gesundheit der Stadt dadurch erworben, dass er die Schlachthäuser, die früher in der Nähe des Markts sich befanden, nach der Insel Salsette, nördlich von Bombay, verlegte.

Die mittlere Halle des Markt-Gebäudes wird ganz unpassender Weise von einem 128 Fuss hohen Glockenthurm überragt; sie hat aber innen einen sehr passenden Schmuck, einen Springbrunnen, der Kühlung verbreitet und frisches Trinkwasser in reichlicher Menge liefert, wieder eine Gabe des edlen Sir C. J. Readymoney. Die innere Einrichtung ist ähnlich der unserer Markthallen. Aber die Waaren sind verschieden.