[154] Die Bildsäule besteht aus Bronzeplatten, die einzeln gegossen, dann zusammengeschweisst und schliesslich noch mit dem Meissel bearbeitet sind. Das Gewicht soll 9000 Centner betragen. Man kann von hinten in das Innere hineinsteigen. Globetrotter haben früher sich auf Buddha’s Schooss photographiren lassen. Jetzt steht in der Nähe eine englische Inschrift: „Wandrer, wer du auch seist, ehre dieses uralte Heiligthum.“

[155] Dazu gehört der Hermes des Praxiteles. — Zu Cairo sagte mir einst ein englischer Oberst von grosser Reiseerfahrung, er theile die Menschen in zwei Classen ein, je nachdem sie den Hermes zu Olympia gesehen oder nicht.

[156] Und einen grossen Theil des Gewinnstes vorwegnimmt.

[157] Wenigstens in dem der Chinesenstadt zu St. Francisco sassen die Damen, gleichförmig weiss gekleidet und weiss geschminkt, steif und wie leblos, zusammen hoch oben auf einer einzigen Galerie. In dem chinesischen Theater zu Hongkong sah ich nur ganz vereinzelte Frauen und Mädchen. — Die höheren Stände in Japan erlauben ihren Töchtern nicht, die gewöhnlichen Theater zu besuchen.

[158] Im Theater zu Kyoto vermochte der „Führer und Dolmetscher“ durchaus nicht, den poetischen Namen des Stückes in verständliches Englisch zu übersetzen.

[159] Ichikawa Danyūro gilt für den grössten Schauspieler Japan’s. Seine Darstellungskraft und Gewandtheit ist bewunderungswürdig.

[160] Wie im Theater der alten Griechen und — Shakespeare’s, so werden auch im japanischen Theater Frauenrollen von Männern dargestellt. Ebenso im Theater der Chinesen, nicht aber in dem der Hindu und Parsi. Für das Theater der Japaner ist dies um so seltsamer, als ihre moderne Bühne, im 17. Jahrhundert, von zwei Frauen (O-Kuri und O-Tsu) gegründet wurde. — Die erstere war Priesterin, entfloh mit einem Krieger, verursachte durch ihre Schönheit den Tod eines Nebenbuhlers, trat mit ihrem Gatten in Yedo auf und wurde nach seinem Tode erst Lehrerin der Dichtkunst und endlich Nonne, um für die Seele ihres Opfers zu beten. — Dass Frauen auf der japanischen Bühne nicht auftreten, wird verschieden erklärt, ein Mal aus Gründen der Sitte, das andre Mal — weil es den Frauen an Begabung zur Schauspielkunst fehle!

[161] Aehnlich wie in der Götterdämmerung vor Brunhild’s Felsgemach.

[162] Das griechische Theater besass bereits eine Maschine (Ekkyklema), um das Innere eines Hauses, wenn es erforderlich wurde, nach aussen zu drehen. Vgl. Aristophanes, die Acharner, Z. 409. Euripides: „Man drehe mich heraus.“ (Ἀλλ’ ἐκκυκλήσομαι).

[163] Gelegentlich sieht man das heutzutage auch auf unserer Bühne.