Ich stieg hinab in das Zwischendeck. Da lag der Todte aufgebahrt, kein Zeichen von Schmerz in dem blassgelben, abgemagerten Angesicht. Unwirsch sahen mich die Zopfträger an; einer aber, mit dem ich schon öfters gesprochen, sagte mir, indem er nach der Richtung hinwies, von wo der Gesang herkam: „Unsere Hölle ist ihm lieber als Euer Himmel.“


Uebrigens wurden auch von der Schiffsgesellschaft mehrere Versuche unternommen, die Zeit zu verkürzen und die Langeweile zu vertreiben.

Am Abend des 9. September hielt eine Frau im Salon einen Vortrag über die Ziele der Frauen-Temperenzgesellschaft, natürlich für diejenigen englischen und amerikanischen Männer, die es nöthig hatten, nicht für die Mitglieder unseres Clubs, die nach einstimmigem Beschluss fern bleiben.

Aber es war nicht so schwer, Nachrichten über den Verlauf dieser Sitzung zu erhalten. Ein Vorsitzender (chairman) stellte die Rednerin vor und pries ihre Tugenden und Verdienste; das dauerte 20 Minuten. Dann erhob sich die Rednerin und pries das grosse Werk, das sie vollendet habe, vollende und vollenden werde.

Am Abend des 12. September war gesellige Unterhaltung, Clavier­spiel, Gesang, Declamation, Schnellmalerei, Vortrag, 16 Nummern. Die Musik liess viel zu wünschen übrig für denjenigen, der an die bessren Leistungen unserer Damen gewöhnt ist. Die Gesänge mehrerer Matrosen mussten sogar als Geheul bezeichnet werden. Der italienische Caricaturenmaler erzielte wenig Aehnlichkeit, wohl aber den strafenden Blick des „Ehrenwerthen“, als er sich an dessen erhabenes, wiewohl jugendlich bartloses Antlitz und Modeanzug heranwagte; nun, er geht nach Japan und wird dort hoffentlich besser zeichnen lernen. Der „Ehrenwerthe“ selber hielt einen längeren Vortrag über „politische Phasen“, in welchen er nicht ohne Geist, aber mit zu viel Behagen und aufdringlichem Selbstbewusstsein die Geschichte seiner zwei Erwählungen zum Parlament auseinandersetzte, die ältesten Wahlwitze auskramte und der Einsicht seiner Wähler ein nicht sehr schmeichelhaftes Zeugniss ausstellte.

Wirkungsvoll war allerdings der Vers, den in seinem hauptsächlich von Bergwerksarbeitern bewohnten „verrotteten Burgflecken“ am Wahltage die Schaar der festlich gekleideten Schulkinder der „Radicalen“ im Zug durch den Ort gesungen haben:

Jonny[74] is a Gentleman,

But Willy[74] is a fool,