Before he goes to Parliament,
He best returns to school.
Als die Missionäre an die Reihe kamen, zogen wir uns in unsere Burg des Rauchzimmers zurück, wo ein lustiger Herr aus Chicago mit seinem „Codack“, ohne den kein Amerikaner eine Vergnügungsreise unternimmt,[75] ein Augenblicks-Blitz-Bild verfertigte. Ich habe auch später den Abzug des Bildes erhalten.
Nachdem wir schon am Abend des 12. September eifrigst nach Land gespäht, ich selber aber Alles, was andere dafür gehalten, mit Hilfe meines vorzüglichen Berliner Doppelfernrohres als Wolkenbildungen dicht über dem Horizont erkannt hatte; konnte am Morgen des 13. September ein Zweifel nicht länger bestehen bleiben. Deutlich erblickten wir die bergige Küste der Hauptinsel des japanischen Reiches, die wir, nach unseren Schulerinnerungen, Nippon, die Japaner aber Hondo nennen. Freilich von dem schönen Himmel Japans und von der herrlichen Form des Vulcan Fuji war nichts zu sehen, wegen der trüben Luft. An den mit modernsten Kanonen gespickten Inselfestungen vorbei fahren wir in die Bucht von Yokohama und werfen Anker um 12 Uhr Mittags auf der Rhede, während das schlechte Wetter sich zum Sturm gesteigert hatte. Es war ungemein schwierig, den Dampfer an den Bojen zu befestigen; noch schwieriger, das grosse Frachtboot an seine Breitseite zu bringen. Da war die Kraft und Kunst der japanischen Hafenleute zu bewundern. Gelbbraune, nicht sehr grosse, aber muskelstarke Männer, nur mit Schurz bekleidet, das Haupt mit einem schmalen Tuch umwunden, springen kühn in die aufgeregten Wogen, schwimmen zum Tau des Dampfers und befestigen zunächst ihren eignen Strick daran, mit dessen Hilfe sie das Tau an die Boje bringen. Natürlich geht das nicht ab ohne ermunternden und ordnenden Zuruf. Aber Alles verläuft nach der festgesetzten Ordnung, wie ein gut vorbereitetes Lustspiel.
Dazu kommt die grosse Zahl von Schiffern und Packern, die auf dem Rücken des blauen Rockes wie in einem zierlichen Wappen das Zeichen ihrer Beschäftigung und ihrer Nummer tragen. Alles dies macht einen sehr vertrauenerweckenden Eindruck.
Wenn nur die Wellen nicht so hoch gingen! Der Portugiese[76] des grossen Hotels zu Yokohama hat den Kopf verloren. Sonst holt er mit seinem winzigen Dampfer (Steam launch) Reisende und Gepäck ab, um sie in dem Gasthaus abzuliefern. Heute will er Gepäck gar nicht übernehmen; vielleicht Nachmittags, wenn das Wetter besser geworden. Da tritt der Wettbewerb ein. Der Japaner vom Clubhotel, das auch gerühmt wird, übernimmt Alles. Natürlich geht es auch mit ihm nicht sehr rasch. Wir nehmen noch ruhig unser Frühstück. Dann schreiten wir vorsichtig die schwanke Schiffstreppe hinab und gelangen in den Knirpsdampfer, der uns, zwar etwas durchnässt aber ohne Schaden, bei dem Zollhaus von Yokohama landet.[77] Ein Mannskraftwagen (Jinrikisha), gezogen von einem muskelstarken Japaner, befördert mich zu dem am Meeresufer schön gelegenen Clubhotel, wo mir für den Abend ein Zimmer zugesichert wird. Ich habe festen Boden unter meinen Füssen und die längste, ununterbrochene Seereise hinter mir.