Durch grosse, leere Höfe werden wir weiter geführt nach Shi-shin-den, d. h. erhabene Purpur-Halle. Hier ist auf einer Erhöhung der wirkliche Thron mit Seidenvorhängen und einem Sessel. Die Vornehmsten (Prinzen) sassen in dem Saal, die weniger Vornehmen standen, entsprechend den 18 Rangklassen, — auf den 18 Treppenstufen, die in den Hof hinabführten. Dort standen oder lagen die letzten, Ji-ge genannt, d. h. nieder in den Staub.

Von hier kamen wir nach des Mikado’s Studirzimmer, wo ihm Vorlesungen gehalten, und Musik und Dichtkunst gepflegt wurden, in der Nähe auch das No-Spiel. Hier sind prachtvolle Schränke und bemalte Gleit-Wände. Die Figur giebt eine Skizze der Flächenansicht.

1, 2, 3 ist der Tisch; 4, 5, 6, 7 der Schrank in der Nische des japanischen Studirzimmers. 4, 5, 6, 7 sind schön bemalte Schiebethüren, 5 und 6 vor 4 und 7 hervorstehend; alle nicht durch hervorragende Knöpfe, sondern durch metallisch eingelegte Vertiefungen, in welche der Finger eingesetzt wird, nach der Seite zu schieben.

Die Anwendung der gleitenden Wände ist auf der folgenden Figur in einem wagerechten Durchschnitt dargestellt.

1 und 2 sind viereckige, schwarz lackirte Pfeiler; 3 und 4 die Planken, die in den vorderen Rillen laufen; 5 und 6 die der hinteren. Die Anordnung der Rillen wird klar aus dem senkrechten Durchschnitt nebenstehender Figur.

Bewegt werden diese Thüren durch höchst geschmackvolle Schnurschlingen.