„Ich atme auf,“ murmelte er, als der Zug seine Bewegungen einstellte und in der Pariser Bahnhofshalle anhielt.

Auf dem Boulevard d’Enfer rief er einen Kutscher an, ganz vergnügt, mit seinen Koffern und Decken so ins Gewühl geraten zu sein. Durch ein reichliches Trinkgeld verständigte er sich mit dem Mann in nussbraunem Beinkleid und roter Weste:

„Auf Zeit,“ sagte er, „zunächst nach der Rue de Rivoli zu ‚Galignani’s Messenger‘!“

Er beabsichtigte, vor seiner Abreise einen Führer durch London zu kaufen.

Der Wagen schwankte schwerfällig durch den entsetzlichen Schmutz vorwärts.

Der Regen schlug schräg in den Wagen, so dass der Herzog die Fenster schliessen musste.

Bei dem monotonen Geräusch des auf seine Koffer und den Lederschutz niederströmenden Regens, der sich wie ein Sack geschüttelter Erbsen anhörte, träumte der Herzog von seiner Reise; dies war schon ein Vorspiel von England, das ihm Paris bei diesem schauderhaften Wetter bot. Das regnerische, riesengrosse, weite London, das unablässig im Seenebel lag, entrollte sich vor seinen Augen. Lange Reihen Docks breiteten sich unabsehbar vor ihm aus, besät mit Hebemaschinen, Schiffswinden und Ballen; allerwärts wimmelt es von Menschen, die hier an Masten hängen, dort rittlings auf Raaen sitzen.

Alles das lebte und bewegte sich an den Ufern in den riesigen Docks, die von dem grünlichen Wasser der Themse bespült werden, in einem Wald von Masten und Balken.

Es bereitete dem Herzog ein Gruseln, dass er sich in eine Welt von Kaufleuten stürzen sollte, in diesen Nebel, in diese atemlose Thätigkeit, dieses unbarmherzige Räderwerk, das Millionen Enterbter zermalmt.

Dann verschwand diese Vision plötzlich durch einen Stoss des Wagens, der ihn auf seinen Sitz zurückprallen liess.