Geh. Rath. (kommt)
Gott im Himmel! was sollen wir anfangen?
Graf Wermuth.
Ich kann nicht schwimmen.
Geh. Rath.
Auf die andere Seite!—Mich deucht, er haschte das
Mädchen … Dort—dort hinten im Gebüsch.—Sehen Sie
nicht? Nun treibt er den Teich mit ihr hinunter—Nach!
Fünfte Scene.
(Eine andere Seite des Teichs, Hinter der Scene Geschrey.)
"Hülfe! 's meine Tochter! Sakkerment und all das Wetter!
Graf! reicht mir doch die Stange:
daß Euch die schwere Noth."
Major Berg. (trägt Gustchen aufs Theater)
Geheimer Rath und Graf. (folgen)
Major. Da!—(setzt sie nieder. Geheimer Rath und Graf suchen sie zu ermuntern) Verfluchtes Kind! habe ich das an Dir erziehen müssen! (kniet nieder bey ihr) Gustel! was fehlt Dir? Hast Wasser eingeschluckt? Bist noch mein Gustel?—Gottlose Kanaille! Hättst Du mir nur ein Wort vorher davon gesagt; ich hätte dem Lausejungen einen Adelbrief gekauft, da hättet ihr können zusammen kriechen.—Gott behüt! so helft ihr doch; sie ist ja ohnmächtig. (springt auf, ringt die Hände; umhergehend) Wenn ich nur wüst', wo der maledeyte Chirurgus vom Dorf anzutreffen wäre.—Ist sie noch nicht wach?
Gustchen. (mit schwacher Stimme)
Mein Vater!
Major.
Was verlangst Du?
Gustchen.
Verzeihung.