Gustchen.
Ja, aber es giebt Schlaftrünke zum ewigen Schlaf.
Fritz. (fällt ihr um den Hals)
Grausame!
Gustchen. Ich hör' meinen Vater auf dem Gange.—Laß uns in den Garten lauffen.—Nein; er ist fort.—Gleich nach dem Caffee Fritzchen reisen wir und so wie der Wagen Dir aus den Augen verschwindt, werd' ich Dir auch schon aus dem Gedächtniß seyn.
Fritz. So mag Gott sich meiner nie mehr erinnern, wenn ich Dich vergesse. Aber nimm Dich für den Grafen in Acht, er gilt soviel bey deiner Mutter und Du weißt, sie möchte Dich gern aus den Augen haben, und eh' ich meine Schulen gemacht habe und drey Jahr auf der Universität, das ist gar lange.
Gustchen. Wie denn Fritzchen! Ich bin ja noch ein Kind: ich bin noch nicht zum Abendmahl gewesen, aber sag mir.—O wer weiß, ob ich Dich sobald wieder spreche!—Wart, komm in den Garten.
Fritz. Nein, nein, der Papa ist vorbey gegangen.—Siehst Du, der Henker! er ist im Garten.—Was wolltest Du mir sagen?
Gustchen.
Nichts…
Fritz.
Liebes Gustchen…
Gustchen. Du solltest mir—Nein, ich darf das nicht von Dir verlangen.
Fritz.
Verlange mein Leben, meinen letzten Tropfen Bluts.