Die Schwestern
Die Heldinnen dieser Novellen gehören zu jenen glücklichen unglücklichen Geschöpfen, die ein Traum, ein Aberglaube, eine Sehnsucht, ein Wahn den Dingen dieser Welt entfremdet und zu neuem, wunderlichem Dasein gerufen hat. Arme Kranke sind es, aber Wassermann sucht aus dieser Krankheit die tiefsten Geheimnisse des Lebens herauszulesen. Eine holde Schwärmerei ist das Buch, in den Tönen lieblicher Inbrunst gegeben, ein holder Traum, von siegesstarken Sehnsüchten und Ahnungen durchzuckt.
(Hannoverscher Kurier)
Die Masken Erwin Reiners
Dieser Roman wird einmal in der Entwicklungsgeschichte der modernen Literatur eine wichtige Rolle spielen. Man wird ihn als einen alles Wesentliche zusammenfassenden und reflektierenden Spiegel des zügellosen Individualitätsstrebens betrachten, das doch das entscheidende Merkmal unserer modernen Romanliteratur bleibt, von ihm zugleich aber eine Wendung zum realen Leben datieren. Es sind einige Kapitel in dem Roman, die wie das Morgenrot einer neuen Klassik anmuten.
(Westermanns Monatshefte)
Caspar Hauser
Ein Denkmal ist aufgerichtet über ein längst eingesunkenes Grab; ein altes, verharschtes Geheimnis funkelt wieder im Licht. Die Geschichte Caspar Hausers wird neu erzählt, das zauberische Knäuel dieses eigenartigen Schicksals entwirrt... Jakob Wassermanns Caspar-Hauser-Roman hat monumentalen Stil... Ein Beispiel deutscher Erzählungskunst, Vorbild eines großen Romans ist hier geboten. Und vor allem ein bleibendes.
(Der Tag, Berlin)