„Sei doch nicht kindisch,“ sagte er, mitergriffen von ihrer Furcht.
„Aber du versprichst mir, nicht bös zu sein?“
Er zögerte. „Ich verspreche es.“
„Auch nicht zu schimpfen?“
„Auch nicht zu schimpfen.“
„Also: – Ich habe eine Schwester, die ich verleugnen muß, und die ich dir gegenüber schon verleugnet habe.“
„Ah –“ machte Falk erleichtert und ein wenig enttäuscht. „Aber was soll das für einen Zweck haben. Sie selbst nennt dich ja ihre Schwester. Neulich fragte sie mich, ob du zu Hause seist.“
Mely schwieg erblassend. „Ja, sie beneidet mich, die Arme, und ich kann doch nicht mehr für sie thun, als er mir erlaubt.“
„Das ist peinlich,“ sagte Falk verstimmt.
„Was?“