„Hört mein Vater die Worte seines Sohnes?“
„Rede,“ antwortete der Trapper leise und hohl, aber deutlich, während atemloses Schweigen in der Runde herrschte. „Ich verlasse das Dorf der Loups und werde bald aus dem Bereich deiner Stimme sein.“
„Möge der weise Häuptling sich wegen seiner Reise keine Sorge machen,“ fuhr der Pawnee fort. „Hundert Loups sollen ihm den Pfad von Dornen säubern. Mein Vater wird jetzt meinen jungen Männern erzählen, wieviel Mingos er tötete, und welche kühnen und gerechten Taten er getan, damit sie ihm nachahmen können.“
„Eine prahlende Zunge findet im Himmel der weißen Männer kein Gehör,“ antwortete der alte Mann. „Was ich tat, hat Gott gesehen; Seine Augen sind immer offen. Nein, mein Sohn, ein Bleichgesicht kann sein eigenes Lob nicht singen.“
Bescheiden, wenn auch ein wenig enttäuscht, trat der junge Häuptling zurück, um dem Hauptmann Raum zu geben. Dieser nahm eine Hand des Sterbenden in seine beiden und gab sich mit mühsam beherrschter Stimme zu erkennen. Ein Schimmer der Freude flog über des Greises Züge.
„Ich habe nichts vergessen,“ sagte er leise. „Ich erinnere mich Eurer und Eurer ganzen Gesellschaft, ja, und auch Eures Großvaters erinnere ich mich. Ich freue mich, daß Ihr wiedergekommen seid, weil ich englisch mit Euch reden kann; denn auf die Händler ist kein Verlaß. Wollt Ihr einem sterbenden Manne einen Gefallen erweisen?“
„Von Herzen gern, mein lieber, guter Freund!“
„Es ist weit, sehr weit,“ fuhr der Greis fort, sich oft unterbrechend und nach Atem ringend, „aber wenn einem Liebe und Freundschaft erwiesen wurde, soll man das nimmer vergessen. Da ist eine Niederlassung in den Otsegobergen —“
„Ich kenne den Ort,“ sagte der Hauptmann. Dem Sterbenden wurde das Sprechen immer schwerer.
„Nehmt diese Büchse, auch diese Tasche und das Pulverhorn, und sendet alles dem, dessen Namen auf dem Kolben zu lesen steht. Ein Händler schnitt denselben mit seinem Messer ein.“