„Es kann kein Zweifel obwalten,“ begann endlich der junge Offizier, der sich nicht schämte, die Zeichen seiner Ergriffenheit aus den Augen zu wischen, „er ist es, sonst könnte er mit den Einzelheiten der Geschichte nicht so vertraut sein, die fast nur in meinem Verwandtenkreise bekannt ist.“
„Was der sagt, das ist so wahr wie das Evangelium!“ rief Paul Hover heftig, mit dem Ärmel über sein Gesicht fahrend. „Darauf will ich jederzeit meinen heiligen Eid leisten, wenn Ihr's verlangt!“
„Und wir hatten immer gemeint, daß er längst nicht mehr unter den Lebenden sei,“ fuhr der Offizier fort. „Mein Großvater starb in hohem Alter, und der war der Jüngere von beiden.“
Inzwischen hatte der Trapper seine Fassung wiedergewonnen.
„Daß ich noch auf Erden lebe, junger Mann,“ sagte er ernst, „ist der Wille des Herrn; achtzig Jahre und darüber hat er nach seinem weisen Ratschluß mich alt werden lassen. Daß ich der Mann bin, der ich sagte, das könnt Ihr mir glauben; warum sollte ich mit einer Lüge meine Tage beschließen?“
„Ich zweifle keinen Augenblick daran, ich bin nur voll vor Erstaunen über diese wunderbare Fügung. Aber sagt mir, ehrwürdiger und teurer Freund meiner Vorfahren, warum finde ich Euch hier in dieser Wüste, fern von den Bequemlichkeiten und der sicheren Ruhe der Zivilisation?“
„Ich kam hierher, um dem Klange der Axt zu entfliehen; dieser Prärie bleibt der Holzfäller fern. Aber laßt mich an Euch dieselbe Frage richten. Gehört Ihr zu dem Kommando, das die Regierung abschickte, die neu erworbenen Ländereien zu besichtigen?“
„Nein, meine Reise hat einen privaten Zweck.“
„Wenn ein Mann, dessen Augen und Körperkräfte zur Ausübung der Jagd nicht mehr hinreichen, mit Fallen und Schlingen in der Nähe der Biberteiche gefunden wird, so ist das nichts Seltsames; verwunderlich aber ist es, wenn ein Hauptmann der Artillerie die Prärie durchstreift, ohne auch nur einen von seinen Untergebenen bei sich zu haben.“
„Ihr werdet meine Gründe hierzu billigen, sobald Ihr sie kennengelernt habt; ich gedenke sie Euch darzulegen, vorausgesetzt, daß Ihr sie wissen wollt. Ich täusche mich wohl nicht, wenn ich alle, die ich hier um mich sehe, für wackere Männer halte, die einem Hilfsbedürftigen gern mit Rat und Tat beistehen werden.“