Doktor Battius, der sich dem Zuge angeschlossen, blieb nach kurzem Marsche, von einigen Pflanzen angelockt, in denen er botanische Merkwürdigkeiten zu erkennen meinte, hinter den anderen zurück, denen er auch bald aus dem Gesichte kam.

Nach Verlauf einiger Stunden langten die Streifenden vor einer sumpfigen Niederung an, die mit dichtem Gehölz und Buschwerk bestanden war. Noch berieten sie, nach welcher Richtung sie sich jetzt wenden sollten, als plötzlich in wildem Lauf ein Hirsch aus dem Dickicht hervorbrach; er war in die offene Prärie hinausgeflohen, ehe die Männer noch ihre Büchsen schußfertig machen konnten. Gleich darauf raschelte es wieder im Unterholz, und jetzt erschienen zwei Hunde, mit Eifer die Fährte des Wildes verfolgend.

„Es müssen Jäger in der Nähe sein,“ sagte Ismael, „und wenn ich mich noch auf Jagdhunde verstehe, so haben sie da ein Paar Tiere von allerbester Rasse.“

Der eine der Hunde war augenscheinlich bereits sehr alt, doch zeigte er noch immer ein Feuer, das dem seines Kameraden wenig nachgab. Der letztere wich bei einem Ausläufer des Gehölzes plötzlich von der Fährte ab; er blieb stehen, witterte mit erhobener Nase und ließ dann ein kurzes, unheimlich klagendes Geheul vernehmen, auf welches nun auch der andere Hund eilfertig herbeikam. Der erhob sogleich die Nase, witterte forschend gegen das Dickicht hin, setzte sich dann auf sein Hinterteil und begann so laut, so wehevoll und durchdringend zu heulen, daß Ismael und seine Angehörigen unwillkürlich erschauerten.

„Was mögen die Köter haben?“ sagte Abner verwundert. „Es muß etwas ganz Ungewöhnliches sein, das zwei solche treffliche Jagdhunde von ihrer Fährte ablenken kann.“

„Schießt sie tot, die Bestien!“ rief Abiram erbost. „Das alte Vieh da kenne ich, das ist der Hund des Trappers, des schleichenden Halunken, der, wie wir alle wissen, unser heimlicher Feind ist.“

Niemand hörte auf ihn, alle standen vielmehr wie gebannt, wie befallen von einem unerklärlichen Grausen.

Endlich nahm Ismael das Wort. „Kommt, Jungen, kommt,“ sagte er; „laßt die Hunde singen, solange es ihnen Spaß macht.“

Seine Frau aber widersprach ihm. „Nein, Kinder,“ rief sie in bebender Erregung, „geht nicht fort, bleibt hier! Das Geheul der Tiere hat mehr zu bedeuten, als wir uns denken, und ich ruhe nicht eher, bis ich die Ursache kennengelernt habe. Mir ahnt Schlimmes, noch aber weiß ich nicht, was.“

Sie war bei diesen Worten näher an die Stelle herangegangen, wo die Hunde jetzt rastlos in kleinem Kreise herumliefen und den Erdboden beschnupperten.