„Und wenn wir den Tetons begegnen?“ fragte der Trapper, der bei diesem neuen Bündnis völlig klar sehen wollte.
„Die Feinde der Langmesser sollen die Streiche des Pawnee fühlen.“
„Es ist gut. Möge mein Bruder jetzt mit mir Rat halten, damit unser Weg zu seinem Dorfe nicht gewunden, sondern gerade sei wie der Flug der Tauben.“
Der Pawnee nickte und folgte dem alten Jäger auf die Seite. Die Unterredung, in der bilderreichen und würdevollen Sprache der Indianer geführt, war nur kurz.
„Dieser junge Krieger,“ erklärte der Trapper seinen erwartungsvollen Freunden nach dem Schluß der Beratung, „ist auf Kundschaft gegen die Sioux aus. Da seine Begleiter nicht zahlreich genug waren, um es mit den Feinden aufzunehmen, hat er dieselben heimgesandt, um Verstärkung aus den Dörfern zu holen. Der Junge muß ein tapferes Herz haben, da er ganz allein den Spitzbuben auf den Fersen blieb. Aber er hat mir noch mehr mitgeteilt. Der verschmitzte Mahtoree hat, anstatt sich in einen Kampf gegen den Squatter einzulassen, mit ihm Frieden geschlossen, so daß nun die gesamte Halunkenbande, die weiße wie die rote, brüderlich vereint hinter uns her ist.“
Das war eine beunruhigende Nachricht, und es galt nun vor allem, die Flucht so rasch als möglich fortzusetzen. Der Pawnee warf sich die Büffelhaut über die Schultern und übernahm die Führung. Es ging nun geradeswegs zum Flusse, dessen Ufer nach Verlauf einer Stunde erreicht war. Es war einer der hundert Nebenströme des Mississippi, nicht tief, aber wasserreich und reißend.
Es galt jetzt, über das breite Wasser hinüberzukommen.
„Oft habe ich diesen Fluß durchwatet, ohne das Knie zu netzen,“ sagte der Alte, „jetzt aber ist die Flut durch die Wasser aus den Bergen geschwollen. Unsere Siouxpferde schwimmen jedoch wie die Hirsche.“
„Trotzdem möchte ich Ellen nicht ihrem Rücken in diesem strudelnden und tobenden Hexenkessel anvertrauen,“ entgegnete der Bienenjäger.
„Recht, Knabe,“ nickte der Trapper. „Wir müssen auf etwas anderes für die Frauenzimmer denken.“