„Es ist gut,“ nickte der junge Krieger, mit dem Ausdruck innerer Genugtuung auf dem ernsten Antlitz. „Hartherz wird auf seinem Rosse in die glücklichen Jagdgründe einreiten und vor dem Großen Geist erscheinen, wie es einem Häuptlinge ziemt.“
In diesem Augenblick löste sich der Kreis der beratenden Krieger, und Mahtoree schritt mit zwei Begleitern dem Orte zu, wo der Marterpfahl aufgerichtet war.
Zwanzig Schritte vor demselben blieb er stehen und winkte den Trapper zu sich heran. Als derselbe ihm gegenüberstand, legte er ihm die Hand auf die Schulter und blickte ihm forschend in die Augen.
„Hat ein Bleichgesicht zwei Zungen?“ fragte er.
„Trägt man das Herz auf der Haut?“ entgegnete der Greis ruhig.
„Mein Vater hat recht, er möge mich anhören. Das weiße Haupt hat übel getan. Es ist der Freund eines Pawnee und der Feind meines Volkes.“
„Teton, ich bin dein Gefangener. Tue mit mir nach deinem Gutdünken.“
„Nein, Mahtoree wird das weiße Haupt nicht rot färben. Mein Vater ist frei. Ehe er aber den Sioux den Rücken kehrt, soll er Mahtoree seine Zunge leihen. Ein junges Bleichgesicht wird seine Ohren nicht verschließen, wenn ein alter Mann seines Volkes zu ihm redet. Mein Vater folge mir.“
Und voranschreitend führte er den Trapper zu einem Wigwam, der, größer als alle anderen, als die Wohnung eines Häuptlings erkennbar war. Die Waffenstücke am Pfosten waren reicher gearbeitet als die übrigen, und als besondere Auszeichnung befand sich auch eine Büchse darunter.
Sie traten ein. Die Ausstattung des Raumes war die einfachste. Seine einzige Zierde bildete der heilige Medizinbeutel, der, mit Wampum umflochten und mit Stachelschweinstacheln und Glasperlen geschmückt, umgeben von Schilden, Speeren und Pfeilen, unter dem Lieblingsbogen des Häuptlings an der Wand hing.