„Hört nun auch einmal auf mich, alter Graubart,“ rief der Squatter, den Greis mit Bärenkraft am Arm packend und zu sich heranziehend. „Ich hab's jetzt endlich satt, bloß in der Finger- und Zeichensprache zu den Rothäuten zu reden; jetzt sollt Ihr mein Dolmetscher sein und dem Kerl hier meine Meinung auf gut Indianisch klarmachen, mag ihm die nun gefallen oder nicht.“

„Sprecht, Freund,“ antwortete der alte Mann ruhig.

„Freund?“ wiederholte der Squatter, den anderen mit einem nichts weniger als freundschaftlichen Blicke messend. „Doch gleichviel. Sagt diesem spitzbübischen Sioux, daß ich die Bedingungen unseres Vertrages nunmehr erfüllt haben will.“

Als der Trapper dem Häuptling diese Worte verdolmetscht hatte, erwiderte dieser mit sehr deutlichem Erstaunen:

„Ist meinem Bruder kalt? Büffelfelle sind in Menge vorhanden. Ist er hungrig? Meine jungen Männer sollen Wildbret in seinen Wigwam bringen.“

Der Squatter schlug mit der geballten Rechten in seine flache Linke.

„Sagt dem verlogenen Gesellen,“ rief er zornig, „daß ich nicht als Bettler zu ihm gekommen bin, sondern als ein freier Mann, der sein Eigentum verlangt; und darauf bestehe ich, sagt ihm das ja! Und auch Euch alten, elenden Sünder will ich ausgeliefert haben, damit ich mit Euch abrechnen kann! Also wohlverstanden — ich verlange meine Gefangene, meine Nichte und Euch, zusammen drei! Die soll er mir herausgeben, wie im Vertrage ausgemacht und beschworen worden ist.“

Der Trapper lachte erst in seiner stillen Weise vor sich hin, ehe er sich an den Häuptling wendete.

„Der Dakota möge seine Ohren sehr weit öffnen,“ sagte er zu diesem, „damit große Worte hineingehen können. Sein Freund von den Langmessern kommt mit leeren Händen und verlangt, daß der Teton sie fülle.“

„Hugh! Mahtoree ist ein reicher Häuptling; er ist der Herr der Prärie.“