Täuschung dich hin, ein Christ! D’rum wird, wie schmachtende Fluren,
Säuselnd, der Regen erquickt, Mitleid mit himmlischer Wonne
Laben dein blutendes Herz, und Gott, der über uns waltet,
Allerbarmend, Lohn und Frieden dir geben. Vernimm jetzt
Größeres Wehe denn dein’s. Geraubt dem tapfersten Helden,
Schmachtet sein edles Weib in Draguts grauser Gewahrsam.
Kennst du nur eigenes Leid? Rechtfertige, Mensch, mit Ergebung
Duldend, vor deinem Geschlecht die dunkelen Wege der Vorsicht,
Neig’ auch fremdem Jammer dein Ohr, und den eig’nen versüße
Mitleid dir! Denn, horch, auf dem Meer mit unzähligen Schiffen