»Ach was – nun laß mal dein Auto, Dicker, und bekenne Farbe: Wieviel Schulden hättst du wohl heut noch abzuzahlen, solltest du für jedes Küßchen in Ehren zwanzig Emchen blechen?«
»Gar keine,« sagte Erdmann kurz.
»Na, tu nur nicht so, du Tugendfritze!« widersprach der andere. »Von einem wenigstens weiß ich sicher. Hat dich allerdings bare drei Mark gekostet, und warst doch damals noch ein junger Bursch in den ersten Semestern, dem jeder ›Böhm‹ leid tat, den du nicht in Bier und Zigarren anlegen konntest.«
»Ich –? Ih Gott bewahre! Was dir nicht einfällt!«
»Na, na, schieß nur mal los und beichte, du!«
»Bei Gott, ich hab' keine Ahnung. Laßt doch die alten Geschichten, Kinder, wir sind ja hier nicht unter uns Pastorentöchtern.«
»Ach die Damen – denen macht's gerade Spaß. Erzähl nur, Dicker!«
»Erzählen, Doktor!« baten die Damen. »Ach bitte, erzählen Sie einen Schwank aus Ihrem Leben.«
»Ich weiß keinen.« Ärgerlich warf der Doktor seine Zigarette in den Aschenbecher und griff nach einer neuen.
»So – und das niedliche kleine Klostermädel, dem du vorgeschwindelt, du seiest ihr Landsmann? Der du drei Mark gepumpt und hinterher einen Kuß als Belohnung verlangt hast?«