Kopf, Hals und Brust hoch karminroth, ebenso die unteren Schwanzdecken; Wangen und Kehle weiß. Oberrücken und Mantelschwanz breit gelb gesäumt, Schwingen und [Flügeldecken] blau, ebenso der Schwanz. Bauch und Bürzel grün, Schnabel weiß-gelblich-grün, der Oberschnabel am Grunde dunkel horngrau, Füße graubraun mit schwarzen Krallen. Hat etwa die Größe einer Dohle.
Vorstehend sind nur die gangbarsten Sittiche wie sie der Handel meist bringt, angeführt; es kommen jedoch noch eine Menge anderer Sittiche, wenn auch nur vereinzelt, auf den Markt, die hier anzuführen, wegen des beschränkten Raumes nicht angeht.
Zwergpapageien.
Zwergpapagei mit orange-rosenrothem Gesicht oder rothköpfiger Inseperable (Psittacus pularius) ist ein Afrikaner und obwohl im Süden vorkommend, so doch auch häufig im Westen Afrikas anzutreffen. Der Rosenpapagei wie er gewöhnlich genannt wird, ist wohl der schönste Zwergpapagei, dabei von ungemein liebenswürdigem Benehmen, so daß er selten durch sein Geschrei störend wird. Er hat die Größe eines Sperlings, klettert vorzüglich ist besonders zuthunlich untereinander und ein Päärchen Rosenpapageien, bieten in ihrer Eintracht, ihren Liebkosungen und dergl. ein Bild ungestörten Familienglücks.
Auch dieser kleine Papagei schreitet im Käfig oder in der Vogelstube zur Fortpflanzung und die Niststoffe tragen sie auf eine eigne Art [zu] Neste. Das Weibchen steckt die zersplissenen Holzspäne zwischen die Federn des Rückens und trägt dieselben so zum Nestbau. Der Rosenpapagei ist nicht weichlich, sogar gut ausdauernd und daher für den Käfig sehr zu empfehlen. Futter: Senegalhirse und Kolbenhirse.
Stirn [scharlachroth], Wange und Hals rosenroth, Bürzel obere Schwanzdecken himmelblau, Schwanzfedern am Grunde roth, mit folgender grüner, schwarzer und bläulicher Querbinde; das übrige [Gefieder] grasgrün, unterseits etwas heller. Schnabel gelblich weiß-grau und Füße bläulich-grau.
Der grauköpfige Zwergpapagei (Psittacus canus) kommt auf Madagaskar vor und ist auf dem Vogelmarkt eine häufige Erscheinung. Sowohl im Käfig wie in der Vogelstube sind es ausdauernde Vögel, die auch mit Erfolg nisten, wenn die Einrichtung ihres Käfigs zweckentsprechend ist; am besten gedeiht er in der Vogelstube aber es ist nöthig, daß diese an einer Seite mit strauchartigen Pflanzen besetzt und ihm allein angewiesen wird, da er sich nach unseren Erfahrungen, von anderen Arten zu leicht stören läßt und dann seine Brut vernachläßigt. Futter: Kanariensamen und [weiße] Hirse je zur Hälfte. Das Männchen ist grasgrün mit grauem Kopf, das Weibchen einfach grün, Schnabel und Wachshaut grau-weiß, Füße grau mit schwarzen Krallen.
Der Sperlingspapagei (Psittacus passerinus) ist in Südamerika heimisch [und] sehr häufig. Es sind allerliebste muntere Vögel, die eifrig an den Drähten ihres Käfigs oder in dem [Strauchwerk] der Vogelstube herumklettern. Ihre Stimme wird nicht durch grelle Töne unangenehm, fast könnte man dieselbe als melodischen wenn auch armen Gesang bezeichnen. Sehr ausdauernd, schreiten leicht zur Fortpflanzung und meist mit Erfolg. Futter wie beim Vorigen.
Die Größe ist die unseres Sperlings, doch erscheinen sie durch ihr volles Gefieder etwas plumper. Farbe einfach saftig grün, welches unterseits etwas heller ist, nur Bürzel, Unterflügel und Flügelränder sind schön kobaltblau. Schnabel, Wachshaut und ebenso die Füße hellgrau.